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Garni

So entstand und wirkt unser Bad Kohlgruber Moor

Der Torf aus dem Hochmoor ist die Grundlage des dickbreiigen, heilkräftigen Bad Kohlgruber Bademoores, das seit mehr als 100 Jahren vielen Menschen Linderung ihrer Leiden und Heilung schenkt.

Dieses Bergkiefern-Hochmoor entstand in den Jahrtausenden seit der letzten Eiszeit (etwa 15.000 bis 10.000 vor Chr.). Beim Abschmelzen der Gletscher, die bei uns ca. 500 bis 600m mächtig waren, entstanden kleine Seen. Diese Seen hatten größtenteils keine Zu- und Abflüsse. Von den Ufern aus drangen Pflanzen, z.B. Seegen, Schilf, Weide und Erle vor. Die Niedermoortorfbildung hatte begonnen. Fieberklee und Schlammschachtelhalm boten mit ihrem verschlungenen Wurzelwerk weiteren Pflanzen Entfaltungsmöglichkeiten. Man spricht von einem Übergangsmoor. Die abgestorbenen Pflanzenteile vermoderten, tauchten im Wasser unter, wurden konserviert. Auf der so entstandenen, ständig nach oben wachsenden Decke siedelten sich unter dem Einfluß von Niederschlägen Torfmoose (Spangnum) und später auch Bergkiefern an. So verlandeten, abhängig vom jeweiligen Klima, in einigen Jahrtausenden diese kleinen Gewässer. Die Torfmoose wachsen ununterbrochen in die Höhe, die unteren Teile sterben ab. In dem sauerstoffarmen, stehenden Wasser können diese abgestorbenen Pflanzenteile nicht verfaulen, sie vertorfen. So baut sich Schicht für Schicht auf.

140 Jahr Kurtradition in den Ammergauer Alpen - die Rückkehr zu altem Wissen der Natur und ihren Heilkräften

Das Kuren und die Moortherapie haben in den Ammergauer Alpen eine tiefverwurzelte Tradition. Es begann 1871 mit einer "Curanstalt", die der königliche Advokat Dr. Simon Spengel im Ortsteil "Gagers" in Bad Kohlgrub eröffnete. Der Kurbetrieb begann mit Stahlbädern. Das Wasser kam aus den Bad Kohlgruber Stahlquellen.

Die Moortherapie begründet 1872 Professor Dr. Reichardt mit einem Gutachten über das "Bad" Kohlgrub.

Er schrieb:

"Moorbäder sind unter allen Umständen und sofort hier einzuführen, da die bedeutenden Torflager sich zu diesem anerkannten Heilmittel vorzüglich eignen."

Schon damals wies er daufhin, das Moor ein "sehr anstrengendes Therapeutikum und nur jeden 2. oder 3. Tag vorzusehen sei" - und in diesem Rhythums wird auch heute noch in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien "gebadet".

Abbau des Moores

Früher wurde der Torf mit speziellen Werkzeugen gestochen und in 40x20x15 cm Quadern um einen Stecken, etwa 1,30 hoch zum trocknen aufgeschichtet.

Heute wird das Moor mit Baggern aus den Torfstichen geholt und von nicht vertorften Ästen und Wurzeln gereinigt. In den Badebetrieben wird das Moor zerkleinert und dann zur Bereitung des Moorbades mit heißem Wasser und Dampf auf etwa 40°C bzw. 45° C bei den Packungen erwärmt.

Die Heilwirkung der Bad Kohlgruber Moorbehandlungen beruht auf der thermischen Aufbereitung des dickbreiigen Moores, das wie kein anderes Medium beim Bad den ganzen Körper umschließt und dabei Wärme und natürliche Wirkstoffe langsam und schonend in die tieferen Schichten des Körpers einwirken läßt.

Das abgebadetet Moor wird wieder in die abgestochenen Torfstiche eingebracht. Torfmoose und anderer Pflanzen siedeln sich erneut an, durchdringen es. Es beginnt eine erneute Vertorfung.

Bitte beachten Sie auf Ihrer Wanderung durch das Moor:

Bleiben Sie auf den vorhandenen, befestigten Wegen! Das Moor ist nicht ungefährlich.

Werfen Sie bitte keine Steine, Hundetüten etc. in das Moor bzw. in die wiederaufgefüllten Torfstiche. Die Anlagen zur Aufbereitung des Moores würden dadurch beschädigt.

Werfen Sie keinen Abfall weg!

Besuchen Sie den Moorlehrpfad und genießen Sie erholsame Minuten am Moorteich mit Moortrettbecken.

Ein Blick in die Vergangenheit -

Bad Kohlgrub in den 50er Jahren

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